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Parfümschrank entworfen von Lajos Kozma

3.567,86 €
(Stück: 1 St.)
ID: 579059

Um 1925. Buchenholzgrundlage mit grüner Lackierung, vergoldeten Kanten sowie gegossenen Messinggriffen und Beschlägen. Fachgerecht restaurierter Zustand.
Größe: 83,5 x 49 x 40 cm
Literatur: Judith Koós – Das Werk von Lajos Kozma, Seite 125 – Abbildung 149 Ankleidezimmer 1922
Kunstgewerbemuseum – Art Déco und Modernismus: Seite 116 / Abbildung 1.8
Lajos Kozma (geboren Lajos Fuchs) (Kiskorpád (Kaposszéplak puszta), 8. Juni 1884 – Budapest, Erzsébetváros, 26. November 1948) war Architekt, Kunstgewerbler und Grafiker sowie Hochschulprofessor. Sein Lehrer war Béla Jánszky. Zwischen 1909 und 1910 studierte er als Stipendiat in Paris Malerei bei Henri Matisse. Als Mitglied der „Fiatalok Társasága“ vertrat er eine volksnahe Jugendstilrichtung im Sinne von Károly Kós. Gemeinsam mit Károly Kós, Dénes Györgyi, Béla Jánszky und anderen strebte er eine moderne, zugleich national geprägte Baukunst an. Sie sammelten Motive der Volksarchitektur und Ornamentik aus der Region Somogy und aus Siebenbürgen und integrierten diese in ihre Entwürfe.
Zwischen 1910 und 1913 leitete er das Planungsbüro von Béla Lajta. 1912 führte er die Biedermeier-Innenausstattung des heute zerstörten Rózsavölgyi-Hauses nach Lajtas Entwürfen aus. Damit begann seine Tätigkeit im Kunstgewerbe. Er entwarf auch Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände für den New-York-Palast. 1913 wurde er Lehrer an der Kunstgewerbeschule und gründete die Budapester Werkstätte, deren Ziel die Reform der Wohnkultur war. Seine Möbelentwürfe wurden in den 1920er Jahren als „Kozma-Barock“ bekannt. 1925 erhielt er die Große Goldmedaille für Kunstgewerbe, während sich sein Stil bereits in Richtung Art Déco entwickelte. Nach 1919 arbeitete er als selbstständiger Designer und wandte sich zunehmend der Architektur zu.