Ungarischer Säbel mit Silberbeschlägen und ungarischer Klinge
Spätes 18. Jahrhundert, osmanische oder südosteuropäische Arbeit mit osmanischem Einfluss, mit erbeuteter oder erworbener Klinge.
Klinge: 18. Jahrhundert, beidseitig ca. 15 cm lang geätzt und graviert. Mit Darstellungen von Adlern mit ausgebreiteten Flügeln, ungarischen Kriegern, anthropomorphem Halbmond sowie Qualitätsmarke „Eisenhauer“. Zusätzlich Inschrift „vincere aut mori Hungaria“ und Meisterzeichen „M&C“. Hochwertige Stahlklinge.
Griff: Typischer zwiebelförmiger Horngriff. Die Gravur des Rückenblechs entspricht der Dekoration der Scheide. Gerade Parierstange mit lanzenförmigen Enden und zentraler Rosette.
Scheide: Holzscheide mit Lederbezug, mit silbernen, gravierten Rosetten, sattelförmigem Abschluss und Bändern mit Spiralbordüren, mit Silberdraht vernäht. Silber ungepunzt.
Zustand: Ausgezeichnet, mit leichten Dellen und kleineren Beschädigungen an den Silberbeschlägen.
Größe: Gesamtlänge mit Scheide: 97 cm Klingenlänge: 80 cm Klingenbreite an der Basis: 4 cm
Literatur: Tibor Szathmáry – Ragyog az aranytól, vörös a vértől – Seite 180, Pos. 132